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Wir sind das Science-Fiction- und Fantasy-Rollenspielprojekt der
evangelischen Martinsgemeinde in Münster. Unsere Gruppe setzt
sich aus unterschiedlichen Leuten zusammen, die sich zum Spielen
treffen und um eine gute Zeit zu verleben. Willkommen sind uns
alle Interessierten ab 12 Jahren. Derzeit sind wir in
unterschiedlicher Zusammensetzung zwischen 4 und 12 Spielern und
Spielerinnen im Alter zwischen 12 und 38 Jahren mit zwei
Spielleitern.

Einige der Gründungsmitglieder von "MARTIN's PALADINE" sitzen
beim Spiel (der so genannten SESSION = Spielsitzung) zusammen.
Charakterbögen, Würfel, Spielmaterial und allerlei Verpflegung
für die mehrstündige Session sind in ausreichender Menge
vorhanden. Die Treffen finden immer im Jugendkeller der
evangelischen Martinsgemeinde in Münster statt.
Nunja... wir sind die Rollenspielgruppe der
MARTINsgemeinde in Münster. Was liegt da näher als sich nach der
Gemeinde zu nennen? Aber wir haben uns auch noch mehr dabei
gedacht:
St. Martin hat ein abenteuerliches
Leben auf gefahrvollen Reisen geführt. Er trat stets für das
Gute und die Gerechtigkeit ein. Mit den Armen teilte er und
zeigte ritterliche Tugenden in einer Zeit, in der es noch kein
Rittertum gab (siehe dazu auch den Eintrag "Wer
war dieser Martin?" Weiter unten auf dieser Seite).
Ein Paladin ist ein besonderer Ritter,
der sich für ein hohes, gutes Ziel einsetzt. Er bekämpft das
Böse und steht mit den anderen Paladinen als Ratgeber dem König
zur Seite. Ein echter Held eben (siehe dazu auch den Eintrag "Was
ist ein Paladin" weiter unten auf dieser Seite).
Es handelt sich um eine Art
Gesellschaftsspiel, bei dem gemeinsam Abenteuer bestanden werden
(für mehr Details siehe bitte unter den
FAQ dieser Seite
nach).

Der Spielleiter erzählt eine Geschichte (das Abenteuer) und
legt die Regeln aus. Er bestimmt wann, wie und warum gewürfelt
werden soll. Die Spieler reagieren auf die gegebenen
Beschreibungen und greifen aktiv in die Spielhandlung und den
Ablauf ein. Dazu ziehen sie ihre Vorstellungskraft und die Werte
ihrer Charakterbögen als Grundlage hinzu.
Für die Spielerinnen und Spieler ab 12
Jahren bieten wir in abwechselnder Runde das
Fantasys-Rollenspiel D&D - Dungeons &
Dragons (deutsche Version aus den 80er Jahren des
letzten Jahrhunderts) und für die
Science-Fiction-Fans STERNENGARDE (ebenfalls aus den
80ern des vergangenen Jahrhunderts und in deutsch) an.
Ab 18 Jahren ist die
Teilnahme am Dark-Fantasy-Rollenspiel
Cthulhu nach Motiven des Autors H. P. Lovecraft
(Hintergrund im Mittelalter angesiedelt) möglich (für mehr
Details zu Rollenspielen siehe bitte auch unter den
FAQs dieser
Seite nach).

Rollenspieler benutzen seltsame Würfel. Sie unterscheiden
sich in der Seitenzahl. Der vierseitige Würfel (kurz W4 genannt)
produziert Ergebnisse zwischen 1 und 4. Der W6 ist "der normale
Würfel" und allen bekannt. Die Reihe wird durch W8, W10, W12,
W20 und aus der Kombination von zwei zehnseitigen Würfeln durch
den W100 oder W% vervollständigt.
Martin (von Tours) - der Namensgeber der
Kirchengemeinde – wurde 316 n.Chr. in Sabaria (Ungarn) geboren.
Auf Wunsch seines Vaters musste er bereits mit 15 Jahren
Kriegsdienst leisten. In einer römischen Reiterabteilung fern
seiner Heimat in Gallien (Frankreich) scheidet er im Alter von
18 Jahren aus dem Dienst aus. Die Legende berichtet davon, dass
er seinen Reitermantel mit seinem Schwert zerteilt und eine
Hälfte einem armen Bettler gibt. Im Dieburger Wappen kann man
noch heute diese Szene sehen. In der darauf folgenden Nacht
erscheint ihm Jesus in das Mantelstück gehüllt. Er lässt sich
dann in Poitiers (Frankreich) vom Bischof Hilarius taufen und
wird Christ. Nachdem er nach Ungarn zurückgekehrt ist, tauft er
seine Mutter und wendet sich gegen die dortigen Arianer. Dies
hat seine Ausweisung zur Folge. Auf der abenteuerlichen Reise
nach Mailand (Italien) geschehen viele wundersame Dinge und
Abenteuer. Er zieht sich auf die Insel Gallinaria vor Genua
(Italien) zurück, um als Einsiedler zu leben. Im Jahr 360 n.Chr.
folgt er dem Ruf seines Taufbischofs Hilarius nach Portiers
(Frankreich). Seine Hauptaufgabe ist nun die Bekehrung der
Heiden. Nach seiner Wahl zum Bischof gründet er in Tours
(Frankreich) das berühmte, nach ihm benannte Kloster. Er lebt
weiterhin schlicht und in Demut. 397 n.Chr. verstirbt er im
Alter von 81 Jahren in seinem Kloster.
Ein Paladin (von lat. palatinus) ist ein
Ritter, der mit besonderen Würden ausgestattet ist. Er ist ein
Ratgber und meist ein wichtiger Gefolgsmann des Königs oder
Kaisers. Er gehört direkt zum palatinum (= die Wohnung des
Herrschers / römischen Kaisers). Er unterscheidet sich von
anderen (freien) Adeligen, da er durch einen Lehnseid direkt an
den Herrscher gebunden ist. Dementsprechend wird er mit
besonderen Aufgaben, Verantwortung, Vollmachten und Rechten (=
Würden) ausgestattet. Im Mittelalter werden 12 Paladine
(eingedeutscht = Pfalzgrafen) genannt, die den König wählen. So
entstand der Begriff Pfalz für den Ort, an dem die Paladine
wohnen oder sich der König aufhält. In der Dichtung bilden die
Paladine den inneren Kern der Ritterschaft. Sie sind mit der
Tafelrunde des legendären König Artus vergleichbar. An seinem
Hofe war sicherlich Lanzelot der Erste unter ihnen. Ebenso
bekannt wie die Artussage war im Mittelalter das Rolandslied, in
dem die 12 Paladine Karls des Großen genannt werden. Ihre Anzahl
von 12 erinnert stark an die Jünger, die sich um Jesus
sammelten. Heute wird der Begriff Paladin im übertragenen Sinn
gebraucht. Er beschreibt einen mutigen, unerschütterlichen und
gläubigen Helden oder tapferen Kämpfer gegen das Böse.
Dann schau doch mal
in die
FAQs
zum Thema Rollenspiel
oder
komm zu unserem
monatlichen Treffen.
Die Termine
werden auf unserer Homepage veröffentlicht und hängen auch im
Jugendkasten der Gemeinde aus.
Wir freuen uns auf Deinen Besuch!
Bis dann und
NICE DICE !!!
(NICE DICE siehe auch
ganz unten unter FAQs)
Was sind
Rollenspiele?
Rollenspiele sind eine neue Art von
Gesellschaftsspielen für mehrere Personen und einen Spielleiter.
Der Spielleiter erzählt eine Geschichte, erklärt die Schauplätze
und übernimmt die Rolle aller Personen und Kreaturen, auf welche
die Spieler treffen. Die Spieler selbst führen einen Charakter,
dessen Werte auf dem Charakterbogen festgehalten sind. Die Idee
dahinter ist zuerst einmal nicht alleine spielen zu wollen,
sondern in einer Gemeinschaft ( mit Freunden, Bekannten und
manchmal mit fremden Menschen, welche die selben Interessen
haben) eine gute Zeit mit einem Gesellschaftsspiel zu
verbringen. Das Tolle daran ist, dass man nicht weiß, welches
Abenteuer man gemeinsam besteht. Auch der Ausgang ist ungewiss.
Den Ablauf kann man durch eigene Handlungen mitbestimmen. Je
nach Rollenspiel ist eigentlich nur der grobe Handlungsrahmen
(Regeln, Science-fiction- oder Fantasy-Hintergrund) festgelegt.
Den Rest erzählt der Spielleiter, der sich die Handlung und das
Abenteuer ausgedacht und vorbereitet hat.
Wie läuft
so ein Rollenspiel ab?
In einer Gesprächsrunde, die etwas an ein
Theaterstück oder das Lesen eines Romans erinnert, sitzen
Spieler und Spielleiter zusammen. Hier werden die Helden /
handelnden Personen von Spieler mit ihren Charakteren
verkörpert, während der Spielleiter das “Bühnenbild” erklärt
bzw. die Umgebung und den Handlungsort beschreibt. Er zeichnet
auch einen Floorplan / Bodenplan auf. Handlungen werden durch
Beschreibung der Aktion und mit Hilfe von Würfeln durchgeführt.
Dabei werden Werte des Charakterbogens zur Ermittlung von
Erfolgswahrscheinlichkeiten herangezogen und durch den
Würfelwurf wird entschieden, ob ein Erfolg eingetreten ist.
Klingt kompliziert, ist es aber nicht, da der Spielleiter immer
erklärt, was, wie und wann ausgewürfelt werden muss.
Wer kann
an solche Rollenspielen teilnehmen?
Jeder, der mag. Es gibt keine Beschränkungen
in Alter, Geschlecht etc. Wenn man Lust hat, kann man spielen,
wenn man möchte sogar Spielleiter sein. Man muss keine Prüfungen
ablegen, Kurse dafür besuchen, sich verkleiden, oder große
Mengen an Geld investieren. Man kauft ein Rollenspiel und Würfel
und liest sich das Ganze durch. Es gibt Spieler und Spielleiter,
die als Religionslehrer, Verkäuferin, Graphikdesigner,
Erzieherin, Maurer, Krankenschwester oder Bankkaufleute ihr Geld
verdienen. Meist spielen aber aus Zeitgründen Schüler, Studenten
und Freundeskreise.
Was bringt
so ein Rollenspiel?
Erstmal jede Menge Spaß. Man taucht je nach
Rollenspiel in eine Fantasy- oder Science-Fiction-Welt ein und
kann eine spannende Geschichte mitgestalten. Typische
Geschichten sind aus Märchen und Sagen bekannt: das Burgfräulein
retten, den Drachenschatz finden, der bösen Hexe ins Handwerk
pfuschen, das arme Dorf vor einer Bedrohung schützen... Oder man
kennt sie aus der Science-Fiction-Literatur: einen neuen
Planeten entdecken, das böse Imperium bekämpfen, Kontakt zu
Außerirdischen herstellen, eine Raumschiffmannschaft aus
höchster Not retten ...
Welchen
Wert hat das Rollenspiel?
Wie schon gesagt, es macht Spaß. Da die
Spieler zur Problemlösung und zur erfolgreichen Beendigung eines
Abenteuers zusammenarbeiten, das Ganze in einer Gemeinschaft von
miteinander kommunizierenden Menschen stattfindet, man das
Gewinnen und Verlieren lernt, man gelegentlich rechnet und sich
mit Würfelwerten und Wahrscheinlichkeiten beschäftigt, sich
jeder einbringt und einen Platz in der Gruppe hat und nebenbei
die Vorstellungskraft und Fantasie angeregt wird, hat es
bestimmt auch so etwas wie einen sozialen Aspekt oder
Lerneffekt. Aber der größte Wert ist der, dass es Spaß macht.
Sind
Rollenspiele gefährlich?
Solange niemand vom Stuhl fällt, ist der
Risikofaktor bei Rollenspielen genau so hoch wie beim
Mensch-ärgere-Dich-nicht. Da man nicht tatsächlich den Charakter
auf einer Bühne darstellt, kann man natürlich auch nicht
abstürzen, hinfallen oder ähnliches. So man die Würfel nicht
wild in der Gegend herumwirft oder sich mit dem Bleistift ins
Auge pikst oder sich das Regelwerk auf den Fuß fallen lässt,
sind auch Schäden durch das Spielmaterial eher unwahrscheinlich.
Auch muss man keine Ahnung von Magie, Zauberei und Beschwörungen
haben, diese sogar ausführen können oder Satanist werden, wenn
man einen Zauberkundigen oder Kleriker spielen will. Es werden
am Tisch auch keine realen Schwerter oder Armbrüste gezogen,
wenn man auf Drachenjagd geht. Im großen und Ganzen sind die
Gefahrenfaktoren also ziemlich minimal. Man sitzt einfach
zusammen und erzählt sich etwas.
Wie teuer
sind Rollenspiele?
Das kommt darauf an. Es gibt günstige
Fan-Produkte, preiswerte Rollenspiele, höherpreisige
Lizenzausgaben von ausländischen Spielen und wahnsinnig teure
Spezialausgaben. Man kann diverse Zusatzbücher und Boxen sowie
Abenteuerhefte dazu kaufen. Dann braucht man je nach Rollenspiel
noch Würfel. Man erkundigt sich am besten im Fachhandel über das
Rollenspiel und seine Erweiterungen oder man lässt es sich von
einem Spieler/Spielleiter empfehlen. Investitionsvolumen von
20-50 Euro für ein Regelwerk zuzüglich 2-10 Euro für ein
Würfelset müssten in den meisten Fällen für die nötige
Grundausstattung reichen. Hinzu kommen je nach Verbrauch noch
einige Cent für Kopien der Charakterbögen und Formblätter.
Was
brauche ich zum Rollenspiel?
Erstmal Zeit und eine entsprechende
Räumlichkeit. Dann kommt es darauf an, ob man der Spielleiter
oder ein Spieler ist. Der Spielleiter benötigt das Regelwerk,
Würfel und noch mehr Zeit, weil er das Abenteuer vorbereiten
oder erfinden muss. Der Spieler hingegen benötigt einen
Bleistift und einen Radiergummi. Vorteilhaft ist der Besitz
eines eigenen Würfelsets. Dann benötigt man noch einen
Charakterbogen. Dieser wird in der Regel per Kopie zur Verfügung
gestellt. Das war es dann schon.

Würfel sind das Handwerkszeug der Spieler
und des Spielleiters. Daher verwundert es auch nicht, dass sich
die Rollenspieler mit dem englischen Ausdruck
"NICE DICE!" grüßen. Dies
bedeutet wörtlich "schöne / nette Würfel", im übertragenen Sinne
soviel wie "Ich hoffe, Du hast Würfelglück!" oder "Die Würfel
sollen nett zu Dir sein!". So wünscht man sich gegenseitig
Erfolg und viel Spielspaß. Da man immer miteinander und nicht
gegeneinander spielt, hilft man so natürlich auch der Gruppe!
Alles
klar? Noch Fragen?
Dann komm zum nächsten Treffen.
Die Termine werden immer im
Kasten der Jugendarbeit ausgehängt.
KONTAKT AUCH ÜBER:
0162 – 6 21 34 56 Dierk Dreieicher
SMS schicken!
Nice Dice!
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