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Evangelische Martinsgemeinde

Pestalozzistr. 8, 64839 Münster

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Wer sind wir?

Wir sind das Science-Fiction- und Fantasy-Rollenspielprojekt der evangelischen Martinsgemeinde in Münster. Unsere Gruppe setzt sich aus unterschiedlichen Leuten zusammen, die sich zum Spielen treffen und um eine gute Zeit zu verleben. Willkommen sind uns alle Interessierten ab 12 Jahren. Derzeit sind wir in unterschiedlicher Zusammensetzung zwischen 4 und 12 Spielern und Spielerinnen im Alter zwischen 12 und 38 Jahren mit zwei Spielleitern.


Einige der Gründungsmitglieder von "MARTIN's PALADINE" sitzen beim Spiel (der so genannten SESSION = Spielsitzung) zusammen. Charakterbögen, Würfel, Spielmaterial und allerlei Verpflegung für die mehrstündige Session sind in ausreichender Menge vorhanden. Die Treffen finden immer im Jugendkeller der evangelischen Martinsgemeinde in Münster statt.

Warum nennen wir uns Martin's Paladine?

Nunja... wir sind die Rollenspielgruppe der MARTINsgemeinde in Münster. Was liegt da näher als sich nach der Gemeinde zu nennen? Aber wir haben uns auch noch mehr dabei gedacht:

St. Martin hat ein abenteuerliches Leben auf gefahrvollen Reisen geführt. Er trat stets für das Gute und die Gerechtigkeit ein. Mit den Armen teilte er und zeigte ritterliche Tugenden in einer Zeit, in der es noch kein Rittertum gab (siehe dazu auch den Eintrag "Wer war dieser Martin?" Weiter unten auf dieser Seite).

Ein Paladin ist ein besonderer Ritter, der sich für ein hohes, gutes Ziel einsetzt. Er bekämpft das Böse und steht mit den anderen Paladinen als Ratgeber dem König zur Seite. Ein echter Held eben (siehe dazu auch den Eintrag "Was ist ein Paladin" weiter unten auf dieser Seite).

Was ist ein Rollenspiel?

Es handelt sich um eine Art Gesellschaftsspiel, bei dem gemeinsam Abenteuer bestanden werden (für mehr Details siehe bitte unter den FAQ dieser Seite nach).


Der Spielleiter erzählt eine Geschichte (das Abenteuer) und legt die Regeln aus. Er bestimmt wann, wie und warum gewürfelt werden soll. Die Spieler reagieren auf die gegebenen Beschreibungen und greifen aktiv in die Spielhandlung und den Ablauf ein. Dazu ziehen sie ihre Vorstellungskraft und die Werte ihrer Charakterbögen als Grundlage hinzu.

Was spielen wir?

Für die Spielerinnen und Spieler ab 12 Jahren bieten wir in abwechselnder Runde das Fantasys-Rollenspiel D&D - Dungeons & Dragons (deutsche Version aus den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts) und für die Science-Fiction-Fans STERNENGARDE (ebenfalls aus den 80ern des vergangenen Jahrhunderts und in deutsch) an.

Ab 18 Jahren ist die Teilnahme am Dark-Fantasy-Rollenspiel Cthulhu nach Motiven des Autors H. P. Lovecraft (Hintergrund im Mittelalter angesiedelt) möglich (für mehr Details zu Rollenspielen siehe bitte auch unter den FAQs dieser Seite nach).


Rollenspieler benutzen seltsame Würfel. Sie unterscheiden sich in der Seitenzahl. Der vierseitige Würfel (kurz W4 genannt) produziert Ergebnisse zwischen 1 und 4. Der W6 ist "der normale Würfel" und allen bekannt. Die Reihe wird durch W8, W10, W12, W20 und aus der Kombination von zwei zehnseitigen Würfeln durch den W100 oder W% vervollständigt.

Wer war denn dieser Martin?

Martin (von Tours) - der Namensgeber der Kirchengemeinde – wurde 316 n.Chr. in Sabaria (Ungarn) geboren. Auf Wunsch seines Vaters musste er bereits mit 15 Jahren Kriegsdienst leisten. In einer römischen Reiterabteilung fern seiner Heimat in Gallien (Frankreich) scheidet er im Alter von 18 Jahren aus dem Dienst aus. Die Legende berichtet davon, dass er seinen Reitermantel mit seinem Schwert zerteilt und eine Hälfte einem armen Bettler gibt. Im Dieburger Wappen kann man noch heute diese Szene sehen. In der darauf folgenden Nacht erscheint ihm Jesus in das Mantelstück gehüllt. Er lässt sich dann in Poitiers (Frankreich) vom Bischof Hilarius taufen und wird Christ. Nachdem er nach Ungarn zurückgekehrt ist, tauft er seine Mutter und wendet sich gegen die dortigen Arianer. Dies hat seine Ausweisung zur Folge. Auf der abenteuerlichen Reise nach Mailand (Italien) geschehen viele wundersame Dinge und Abenteuer. Er zieht sich auf die Insel Gallinaria vor Genua (Italien) zurück, um als Einsiedler zu leben. Im Jahr 360 n.Chr. folgt er dem Ruf seines Taufbischofs Hilarius nach Portiers (Frankreich). Seine Hauptaufgabe ist nun die Bekehrung der Heiden. Nach seiner Wahl zum Bischof gründet er in Tours (Frankreich) das berühmte, nach ihm benannte Kloster. Er lebt weiterhin schlicht und in Demut. 397 n.Chr. verstirbt er im Alter von 81 Jahren in seinem Kloster.

Was ist ein Paladin?

Ein Paladin (von lat. palatinus) ist ein Ritter, der mit besonderen Würden ausgestattet ist. Er ist ein Ratgber und meist ein wichtiger Gefolgsmann des Königs oder Kaisers. Er gehört direkt zum palatinum (= die Wohnung des Herrschers / römischen Kaisers). Er unterscheidet sich von anderen (freien) Adeligen, da er durch einen Lehnseid direkt an den Herrscher gebunden ist. Dementsprechend wird er mit besonderen Aufgaben, Verantwortung, Vollmachten und Rechten (= Würden) ausgestattet. Im Mittelalter werden 12 Paladine (eingedeutscht = Pfalzgrafen) genannt, die den König wählen. So entstand der Begriff Pfalz für den Ort, an dem die Paladine wohnen oder sich der König aufhält. In der Dichtung bilden die Paladine den inneren Kern der Ritterschaft. Sie sind mit der Tafelrunde des legendären König Artus vergleichbar. An seinem Hofe war sicherlich Lanzelot der Erste unter ihnen. Ebenso bekannt wie die Artussage war im Mittelalter das Rolandslied, in dem die 12 Paladine Karls des Großen genannt werden. Ihre Anzahl von 12 erinnert stark an die Jünger, die sich um Jesus sammelten. Heute wird der Begriff Paladin im übertragenen Sinn gebraucht. Er beschreibt einen mutigen, unerschütterlichen und gläubigen Helden oder tapferen Kämpfer gegen das Böse.

Noch Fragen oder Lust zum Spielen?

Dann schau doch mal in die

FAQs zum Thema Rollenspiel

oder komm zu unserem

monatlichen Treffen.

Die Termine werden auf unserer Homepage veröffentlicht und hängen auch im Jugendkasten der Gemeinde aus.

Wir freuen uns auf Deinen Besuch!

Bis dann und
NICE DICE !!!

(NICE DICE siehe auch ganz unten unter FAQs)

FAQs zum Thema Rollenspiel!

Was sind Rollenspiele?

Rollenspiele sind eine neue Art von Gesellschaftsspielen für mehrere Personen und einen Spielleiter. Der Spielleiter erzählt eine Geschichte, erklärt die Schauplätze und übernimmt die Rolle aller Personen und Kreaturen, auf welche die Spieler treffen. Die Spieler selbst führen einen Charakter, dessen Werte auf dem Charakterbogen festgehalten sind. Die Idee dahinter ist zuerst einmal nicht alleine spielen zu wollen, sondern in einer Gemeinschaft ( mit Freunden, Bekannten und manchmal mit fremden Menschen, welche die selben Interessen haben) eine gute Zeit mit einem Gesellschaftsspiel zu verbringen. Das Tolle daran ist, dass man nicht weiß, welches Abenteuer man gemeinsam besteht. Auch der Ausgang ist ungewiss. Den Ablauf kann man durch eigene Handlungen mitbestimmen. Je nach Rollenspiel ist eigentlich nur der grobe Handlungsrahmen (Regeln, Science-fiction- oder Fantasy-Hintergrund) festgelegt. Den Rest erzählt der Spielleiter, der sich die Handlung und das Abenteuer ausgedacht und vorbereitet hat.

Wie läuft so ein Rollenspiel ab?

In einer Gesprächsrunde, die etwas an ein Theaterstück oder das Lesen eines Romans erinnert, sitzen Spieler und Spielleiter zusammen. Hier werden die Helden / handelnden Personen von Spieler mit ihren Charakteren verkörpert, während der Spielleiter das “Bühnenbild” erklärt bzw. die Umgebung und den Handlungsort beschreibt. Er zeichnet auch einen Floorplan / Bodenplan auf. Handlungen werden durch Beschreibung der Aktion und mit Hilfe von Würfeln durchgeführt. Dabei werden Werte des Charakterbogens zur Ermittlung von Erfolgswahrscheinlichkeiten herangezogen und durch den Würfelwurf wird entschieden, ob ein Erfolg eingetreten ist. Klingt kompliziert, ist es aber nicht, da der Spielleiter immer erklärt, was, wie und wann ausgewürfelt werden muss.

Wer kann an solche Rollenspielen teilnehmen?

Jeder, der mag. Es gibt keine Beschränkungen in Alter, Geschlecht etc. Wenn man Lust hat, kann man spielen, wenn man möchte sogar Spielleiter sein. Man muss keine Prüfungen ablegen, Kurse dafür besuchen, sich verkleiden, oder große Mengen an Geld investieren. Man kauft ein Rollenspiel und Würfel und liest sich das Ganze durch. Es gibt Spieler und Spielleiter, die als Religionslehrer, Verkäuferin, Graphikdesigner, Erzieherin, Maurer, Krankenschwester oder Bankkaufleute ihr Geld verdienen. Meist spielen aber aus Zeitgründen Schüler, Studenten und Freundeskreise.

Was bringt so ein Rollenspiel?

Erstmal jede Menge Spaß. Man taucht je nach Rollenspiel in eine Fantasy- oder Science-Fiction-Welt ein und kann eine spannende Geschichte mitgestalten. Typische Geschichten sind aus Märchen und Sagen bekannt: das Burgfräulein retten, den Drachenschatz finden, der bösen Hexe ins Handwerk pfuschen, das arme Dorf vor einer Bedrohung schützen... Oder man kennt sie aus der Science-Fiction-Literatur: einen neuen Planeten entdecken, das böse Imperium bekämpfen, Kontakt zu Außerirdischen herstellen, eine Raumschiffmannschaft aus höchster Not retten ...

Welchen Wert hat das Rollenspiel?

Wie schon gesagt, es macht Spaß. Da die Spieler zur Problemlösung und zur erfolgreichen Beendigung eines Abenteuers zusammenarbeiten, das Ganze in einer Gemeinschaft von miteinander kommunizierenden Menschen stattfindet, man das Gewinnen und Verlieren lernt, man gelegentlich rechnet und sich mit Würfelwerten und Wahrscheinlichkeiten beschäftigt, sich jeder einbringt und einen Platz in der Gruppe hat und nebenbei die Vorstellungskraft und Fantasie angeregt wird, hat es bestimmt auch so etwas wie einen sozialen Aspekt oder Lerneffekt. Aber der größte Wert ist der, dass es Spaß macht.

Sind Rollenspiele gefährlich?

Solange niemand vom Stuhl fällt, ist der Risikofaktor bei Rollenspielen genau so hoch wie beim Mensch-ärgere-Dich-nicht. Da man nicht tatsächlich den Charakter auf einer Bühne darstellt, kann man natürlich auch nicht abstürzen, hinfallen oder ähnliches. So man die Würfel nicht wild in der Gegend herumwirft oder sich mit dem Bleistift ins Auge pikst oder sich das Regelwerk auf den Fuß fallen lässt, sind auch Schäden durch das Spielmaterial eher unwahrscheinlich. Auch muss man keine Ahnung von Magie, Zauberei und Beschwörungen haben, diese sogar ausführen können oder Satanist werden, wenn man einen Zauberkundigen oder Kleriker spielen will. Es werden am Tisch auch keine realen Schwerter oder Armbrüste gezogen, wenn man auf Drachenjagd geht. Im großen und Ganzen sind die Gefahrenfaktoren also ziemlich minimal. Man sitzt einfach zusammen und erzählt sich etwas.

Wie teuer sind Rollenspiele?

Das kommt darauf an. Es gibt günstige Fan-Produkte, preiswerte Rollenspiele, höherpreisige Lizenzausgaben von ausländischen Spielen und wahnsinnig teure Spezialausgaben. Man kann diverse Zusatzbücher und Boxen sowie Abenteuerhefte dazu kaufen. Dann braucht man je nach Rollenspiel noch Würfel. Man erkundigt sich am besten im Fachhandel über das Rollenspiel und seine Erweiterungen oder man lässt es sich von einem Spieler/Spielleiter empfehlen. Investitionsvolumen von 20-50 Euro für ein Regelwerk zuzüglich 2-10 Euro für ein Würfelset müssten in den meisten Fällen für die nötige Grundausstattung reichen. Hinzu kommen je nach Verbrauch noch einige Cent für Kopien der Charakterbögen und Formblätter.

Was brauche ich zum Rollenspiel?

Erstmal Zeit und eine entsprechende Räumlichkeit. Dann kommt es darauf an, ob man der Spielleiter oder ein Spieler ist. Der Spielleiter benötigt das Regelwerk, Würfel und noch mehr Zeit, weil er das Abenteuer vorbereiten oder erfinden muss. Der Spieler hingegen benötigt einen Bleistift und einen Radiergummi. Vorteilhaft ist der Besitz eines eigenen Würfelsets. Dann benötigt man noch einen Charakterbogen. Dieser wird in der Regel per Kopie zur Verfügung gestellt. Das war es dann schon.


Würfel
sind das Handwerkszeug der Spieler und des Spielleiters. Daher verwundert es auch nicht, dass sich die Rollenspieler mit dem englischen Ausdruck "NICE DICE!" grüßen. Dies bedeutet wörtlich "schöne / nette Würfel", im übertragenen Sinne soviel wie "Ich hoffe, Du hast Würfelglück!" oder "Die Würfel sollen nett zu Dir sein!". So wünscht man sich gegenseitig Erfolg und viel Spielspaß. Da man immer miteinander und nicht gegeneinander spielt, hilft man so natürlich auch der Gruppe!

Alles klar? Noch Fragen?
Dann komm zum nächsten Treffen.
Die Termine werden immer im Kasten der Jugendarbeit ausgehängt.
KONTAKT AUCH ÜBER:
0162 – 6 21 34 56 Dierk Dreieicher
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Nice Dice!

Stand:: Jul 09

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