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Evangelische Martinsgemeinde

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Taufe

www.ratgeber-taufe.de

Viele Fragen rund um die Taufe beantwortet eine FAQ der Nordelbischen Landeskirche

Informationen zur Taufe

Autor: BollwageDurch die Taufe bekennt man sich zum Christentum. Alle Menschen sind eingeladen, Christen zu sein. Darum kann sich jeder Mensch taufen lassen. Die Taufe ist das gemeinsame Sakrament aller christlichen Kirchen. Nach unserem evangelischen Glaubensverständnis ist die Taufhandlung eine einmalige Zeremonie. Sie ist das sichtbare Zeichen dafür, dass Gott diesen Menschen angenommen hat. Deshalb kann jeder Mensch nur einmal im Leben getauft werden.

Die Taufe in der evangelischen Kirche wird von allen Kirchen anerkannt, die sich der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) angeschlossen haben. Sie bleibt ein Leben lang gültig – selbst wenn jemand aus der Kirche austritt und wieder eintritt oder die Konfession wechselt. Die Lebensordnung der EKHN nennt den Grund für die Einmaligkeit der Taufe:

"Da die Taufe das in Christus ein für allemal geschehene Heil dem Täufling
grundlegend zusagt, schließt sie ihrem Wesen nach eine Wiederholung aus."

Nach dem Alter des Täuflings unterscheiden wir zwischen der Erwachsenentaufe und der Kindertaufe.


Erwachsenentaufe
Foto: Wodicka
Manche Eltern wollen ihren Kindern die Möglichkeit zur freien Religionsentscheidung offen halten und lassen sie deshalb nicht taufen. Wenn Sie sich nun als Erwachsener zur Taufe entschließen, sind Sie uns in der evangelischen Martinsgemeinde herzlich willkommen! Erwachsen heißt hier: "religionsmündig" – und das ist man im Alter von 14 Jahren.

Ein Sonderfall ist hier die Taufe von noch nicht getauften Konfirmanden. Ohne Taufe ist die Konfirmation nicht möglich. Ein beliebter Termin ist der Gottesdienst in der Osternacht. Die Taufe kann aber auch noch unmittelbar vor der Konfirmation im gleichen Gottesdienst erfolgen. Ansonsten wird die Erwachsenentaufe, als sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Christinnen und Christen, in einem öffentlichen Gottesdienst vor der Gemeinde vollzogen. Der Taufe gehen Gespräche über wichtige Glaubensthemen oder Lebensfragen voraus, die in Absprache mit Ihnen vereinbart werden. Als Erwachsener übernehmen Sie selbst die Verantwortung für diesen Glaubensschritt und benötigen dafür auch keine Paten.

Mit der evangelischen Taufe werden Sie zugleich Mitglied der evangelischen Kirche mit allen Rechten und Pflichten. Als Mitglied der Kirche haben Sie nicht nur die Möglichkeit kirchlich zu heiraten oder selbst Pate zu werden. Sie sind auch eingeladen, das kirchliche Leben in der Gemeinde mitzugestalten. Die ehrenamtliche Tätigkeit im Kirchenvorstand oder in der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit sind nur einige Beispiele.

Um sich zur Taufe anzumelden, kommen Sie bitte in die Sprechstunde von Pfarrer Sames oder vereinbaren Sie einen Termin. Gerne auch bei Ihnen zu Hause.


Kindertaufe
Autor: DeikeEs ist schon ein besonderes Erlebnis, kurz nach der Geburt so ein kleines Wesen im Arm zu halten. Natürlich ist so eine Geburt wissenschaftlich erklärbar. Und doch: das Entstehen eines neuen Lebens hat etwas Ehrfürchtiges, etwas Faszinierendes, etwas Unfassbares, etwas Heiliges! Und so kommt es, dass viele Eltern, die sich zuvor wenig für Religion, Glauben und Kirche interessierten, sich auf einmal wieder damit beschäftigen. Dann kommt sicher auch der Wunsch auf, das Kind taufen zu lassen.

Natürlich kann ein Säugling oder ein Kleinkind noch kein eigenes Bekenntnis zu Jesus Christus ablegen. Das sprechen die Eltern und Paten stellvertretend für das Kind aus. Aber die freie Willensentscheidung ist dem Kind nicht genommen, denn mit der Konfirmation wird das Taufversprechen bestätigt. Die Jugendlichen, die im Alter von 14 Jahren religionsmündig werden, entscheiden nun selbst über ihren weiteren christlichen Werdegang.

Zu Ihrem Entschluss, Ihr Kind taufen zu lassen, möchten wir Ihnen ganz herzlich gratulieren! Wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an die Mitarbeiterin des Gemeindebüros. Dabei vereinbaren Sie unter anderem einen Termin für das Taufgespräch mit Pfr. Sames. Während dieses ersten Gespräches können Sie auch mögliche Tauftermine klären. Die Taufe kann z.B. im Rahmen eines sonntäglichen Gemeindegottesdienstes gefeiert werden. Wir versuchen auch einmal im Monat einen speziellen „Taufgottesdienst“ anzubieten, in dem mehrere Kinder getauft werden. Bei solchen Gottesdiensten wird die Familienfreundlichkeit besonders groß geschrieben.



Zur Vorbereitung auf das Taufgespräch erhalten Sie im Gemeindebüro auf Wunsch weiteres Info-Material, wie z.B. diese Broschüre


Taufgespräch
Verbindlich melden Sie die Taufe während des Taufgespräches an. Für die Formalitäten werden dann folgende Dokumente gebraucht:

  • das Stammbuch der Familie,
  • die Geburtsurkunde des Täuflings (Bescheinigung „für religiöse Zwecke“),
  • Patenschein der Patin oder des Paten, als Nachweis der Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche, falls die Patin bzw. der Pate ihren ersten Wohnsitz nicht in unserer Gemeinde haben.

Für die Eintragung in das Formular der Taufanmeldung sollten Sie die genauen Namen und Adressen der künftigen Patinnen bzw. Paten kennen. Wenn Sie das Anmeldeformular zur Taufe schon bei der Anmeldung erhalten haben, können Sie es vor dem Gespräch in Ruhe ausfüllen. Ansonsten erhalten Sie das Anmeldeformular auch gerne im Laufe des Taufgespräches. Im Taufgespräch werden insbesondere folgende Fragen behandelt: Bedeutung und Ablauf der Taufe, Bedeutung der Paten, Angebote der Kirchengemeinde, Gestaltung des Gottesdienstes, Fotografieren in der Kirche, empfohlene Projekte für die Kollekte.

Für viele Familien ist das Taufgespräch ein guter Anlass, sich in Ruhe kennen zu lernen und persönliche Fragen zu klären. Auch allgemeine Glaubensfragen und kritische Gedanken haben hier ihren Raum. Zu diesem Treffen sind die Eltern, aber auch die künftigen Paten eingeladen. Das Taufgespräch kann bei uns im Pfarramt oder bei Ihnen zu Hause stattfinden. Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie mit allem, was die Kirche macht, übereinstimmen. Außerdem tut es gut, kritische Themen schon vor der Taufe zu besprechen, um unbelastet in die Tauffeier zu gehen. Ein interessantes Gespräch kann auch entstehen, wenn Sie darüber reden, was die Eltern, Patinnen und Paten bei der Taufe versprechen und wie eine christliche Erziehung heute aussehen kann.

Im Blick auf die Lieder, die Musik, die Fürbitten und die Taufkerze sind Sie eingeladen, die Feier mitzugestalten. Falls Sie bereits eine Idee für einen Taufspruch haben, teilen Sie ihn bitte während des Gespräches mit. Ansonsten hilft Ihnen der Pfarrer auch gerne, einen passenden Spruch für Ihr Kind zu finden.


http://www.dike.de/bischofsheim/faq/faq_12.html

Viele Fragen rund um das Patenamt beantwortet eine FAQ der Kirchengemeinde Bischofsheim


Patenschaft
Autor: WodickaGenauso wie die Eltern versprechen auch die Patinnen und Paten bei der Taufe, das Kind auf seinem Weg zum Glauben zu begleiten und ihm, unterstützt von der Gemeinde, christliche Werte und Traditionen zu vermitteln. Sie fördern die religiöse Entwicklung des Patenkindes, indem sie es beispielsweise am Tauftag besuchen und von ihren christlichen Erfahrungen erzählen, wenn es sie daraufhin befragt. Für das Kind soll der Pate ein Gesprächspartner sein, der es während des Heranwachsens begleitet.

Hieraus ergibt sich, dass als Patinnen bzw. Paten nur Angehörige einer christlichen Kirche in Frage kommen. Die formalen Voraussetzungen für das Patenamt stehen in der Lebensordnung der EKHN:

"Paten sollen konfirmierte Glieder der Kirche sein. Bei auswärtigen Paten wird dies durch einen Patenschein des zuständigen Pfarrers nachgewiesen. Angehörige einer anderen christlichen Kirche können vom Konfirmationsalter an als Pate zugelassen werden. Anstelle des Patenscheines ist eine Bescheinigung über ihre Kirchenzugehörigkeit vorzulegen.

Wer keiner christlichen Kirche angehört, Mitglied einer Sekte bzw. nichtchristlichen Gemeinschaft ist oder wer das Patenrecht nach der kirchlichen Ordnung verloren hat, [...] kann nicht Pate sein."

Die zulässigen Kirchen, denen ein Pate für ein evangelisches Kind angehören kann, sind Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK).



http://www.taufspruch.de

Viele weitere Taufsprüche aus der Bibel finden Sie bei www.taufspruch.de


Taufspruch
Ein besonderer Teil der Taufvorbereitung ist es, für das eigene Kind einen Taufspruch auszuwählen. Dieser kann zu einem geistlichen Motto für das ganze Leben werden. Die Bibelverse, die als Taufspruch in Frage kommen, handeln meist von ganz zentralen Themen: von der Liebe Gottes, von Frieden und Gerechtigkeit und von der Hoffnung, die wir aus dem Glauben schöpfen. Der Taufspruch steht auf der Taufurkunde, auf den Patenurkunden und in den Kirchenbüchern.

Hier einige der beliebtesten Taufsprüche im Wortlaut der Gute Nachricht Bibel:

Psalm 27,1
Der Herr ist mein Licht, er befreit mich und hilft mir; darum habe ich keine Angst. Bei ihm bin ich sicher wie in einer Burg; darum zittere ich vor niemand.
Psalm 37,5
Überlass dem Herrn die Führung in deinem Leben; vertrau doch auf ihn, er macht es richtig!
 
Psalm 91,11-12
Gott hat seinen Engeln befohlen, dich zu beschützen, wohin du auch gehst. Sie werden dich auf Händen tragen, damit du nicht über Steine stolperst.
 
Psalm 139,5
Von allen Seiten umgibst du mich, ich bin ganz in deiner Hand.
 
Jesaja, 43,1
Jetzt aber sagt der Herr, der dich ins Leben gerufen hat, Volk Israel, du Nachkommenschaft Jakobs: Fürchte dich nicht, ich habe dich befreit! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst mir!
 
Jesaja 54,10
Berge mögen von ihrer Stelle weichen und Hügel wanken, aber meine Liebe zu dir kann durch nichts erschüttert werden und meine Friedenszusage wird niemals hinfällig. Das sage ich, der Herr, der dich liebt.
 
Matthäus 7,7
Bittet und ihr werdet bekommen! Sucht und ihr werdet finden! Klopft an und es wird euch geöffnet!
 
Johannes 8,12
Jesus sagt: Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir folgt, tappt nicht mehr im Dunkeln, sondern hat das Licht und mit ihm das Leben.
 
Römer 12,12
Seid fröhlich als Menschen der Hoffnung, bleibt standhaft in aller Bedrängnis, lasst nicht nach im Gebet.
 
1.Johannes 4,16
Wir jedenfalls haben erkannt und halten im Glauben daran fest, dass Gott uns liebt. Gott ist Liebe. Wer in der Liebe lebt, lebt in Gott und Gott lebt in ihm.

Klosterkirche Lippoldsberg

Ideen zur Gestaltung der Taufkerze gibt es z.B. bei der Klosterkirche Lippoldsberg

Taufkerze
Quelle: EKHNDas Licht ist ein uraltes Symbol für Christus selbst. Die Taufkerze wird nach der Taufhandlung von einem der Paten an der Osterkerze entzündet. Sie kann auch die gleichen Symbole tragen, wie die Osterkerze. Dies ist jedoch keine Pflicht. Wählen Sie eine Taufkerze, deren Gestaltung Ihnen besonders zusagt. Es ist ein schöner Brauch, wenn die Paten die Taufkerze schenken.

Eine fertige Taufkerze kann in christlichen Buchhandlungen, in gut sortierten Kaufhäusern oder auch bei uns im Gemeindebüro besorgt werden. Es gibt auch Werkstätten, die Ihnen eine individuell gestaltete Taufkerze anfertigen. Als Taufkerze kann auch eine einfache Kerze dienen, die mit Wachsplatten oder vorgefertigten Symbolen und Buchstaben aus Klebewachs zu einem besonderen Unikat wird. Die hierzu erforderlichen Utensilien erhalten Sie in Bastelgeschäften. Bei der Gestaltung der Taufkerze können dann auch Cousins oder Geschwisterkinder mithelfen.

Stand: Feb 11

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