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Evangelische Martinsgemeinde
Pestalozzistr.
8, 64839 Münster
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Viele Fragen rund um die Taufe
beantwortet eine FAQ der Nordelbischen Landeskirche
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Informationen
zur Taufe
Durch
die Taufe bekennt man sich zum Christentum. Alle
Menschen sind eingeladen, Christen zu sein. Darum
kann sich jeder Mensch taufen lassen. Die Taufe
ist das gemeinsame Sakrament aller christlichen
Kirchen. Nach unserem evangelischen Glaubensverständnis
ist die Taufhandlung eine einmalige Zeremonie.
Sie ist das sichtbare Zeichen dafür, dass Gott
diesen Menschen angenommen hat. Deshalb kann
jeder Mensch nur einmal im Leben getauft werden.
Die Taufe in der evangelischen Kirche wird von
allen Kirchen anerkannt, die sich der Arbeitsgemeinschaft Christlicher
Kirchen (ACK) angeschlossen haben. Sie bleibt
ein Leben lang gültig selbst wenn jemand
aus der Kirche austritt und wieder eintritt oder
die Konfession wechselt. Die Lebensordnung der EKHN
nennt den Grund für die Einmaligkeit der Taufe:
"Da die Taufe das in
Christus ein für allemal geschehene Heil dem Täufling
grundlegend zusagt, schließt sie ihrem Wesen
nach eine Wiederholung aus."
Nach dem Alter des Täuflings unterscheiden
wir zwischen der Erwachsenentaufe und der
Kindertaufe.
Erwachsenentaufe
Manche
Eltern wollen ihren Kindern die Möglichkeit zur
freien Religionsentscheidung offen halten und
lassen sie deshalb nicht taufen. Wenn Sie sich
nun als Erwachsener zur Taufe entschließen, sind
Sie uns in der evangelischen Martinsgemeinde
herzlich willkommen! Erwachsen heißt hier:
"religionsmündig" und das ist
man im Alter von 14 Jahren.
Ein Sonderfall ist hier die Taufe
von noch nicht getauften Konfirmanden. Ohne Taufe
ist die Konfirmation nicht möglich. Ein
beliebter Termin ist der Gottesdienst in der
Osternacht. Die Taufe kann aber auch noch
unmittelbar vor der Konfirmation im gleichen
Gottesdienst erfolgen. Ansonsten wird die
Erwachsenentaufe, als sichtbares Zeichen der
Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Christinnen
und Christen, in einem öffentlichen Gottesdienst
vor der Gemeinde vollzogen. Der Taufe gehen Gespräche
über wichtige Glaubensthemen oder Lebensfragen
voraus, die in Absprache mit Ihnen vereinbart
werden. Als Erwachsener übernehmen Sie selbst
die Verantwortung für diesen Glaubensschritt und
benötigen dafür auch keine Paten.
Mit der evangelischen Taufe
werden Sie zugleich Mitglied der evangelischen
Kirche mit allen Rechten und Pflichten. Als
Mitglied der Kirche haben Sie nicht nur die Möglichkeit
kirchlich zu heiraten oder selbst Pate zu werden.
Sie sind auch eingeladen, das kirchliche Leben in
der Gemeinde mitzugestalten. Die ehrenamtliche Tätigkeit
im Kirchenvorstand oder in der Kinder-, Jugend-
und Seniorenarbeit sind nur einige Beispiele.
Um sich zur Taufe anzumelden, kommen Sie bitte
in die Sprechstunde von Pfarrer Sames oder
vereinbaren Sie einen Termin. Gerne auch bei
Ihnen zu Hause.
Kindertaufe
Es
ist schon ein besonderes Erlebnis, kurz nach der
Geburt so ein kleines Wesen im Arm zu halten. Natürlich
ist so eine Geburt wissenschaftlich erklärbar.
Und doch: das Entstehen eines neuen Lebens hat
etwas Ehrfürchtiges, etwas Faszinierendes, etwas
Unfassbares, etwas Heiliges! Und so kommt es,
dass viele Eltern, die sich zuvor wenig für
Religion, Glauben und Kirche interessierten, sich
auf einmal wieder damit beschäftigen. Dann kommt
sicher auch der Wunsch auf, das Kind taufen zu
lassen.
Natürlich kann ein Säugling
oder ein Kleinkind noch kein eigenes Bekenntnis
zu Jesus Christus ablegen. Das sprechen die
Eltern und Paten stellvertretend für das Kind
aus. Aber die freie Willensentscheidung ist dem
Kind nicht genommen, denn mit der Konfirmation
wird das Taufversprechen bestätigt. Die
Jugendlichen, die im Alter von 14 Jahren
religionsmündig werden, entscheiden nun selbst
über ihren weiteren christlichen Werdegang.
Zu Ihrem Entschluss, Ihr Kind taufen zu
lassen, möchten wir Ihnen ganz herzlich
gratulieren! Wenden Sie sich bitte vertrauensvoll
an die Mitarbeiterin des Gemeindebüros.
Dabei vereinbaren Sie unter anderem einen Termin
für das Taufgespräch mit Pfr. Sames. Während
dieses ersten Gespräches können Sie auch mögliche
Tauftermine klären. Die Taufe kann z.B. im
Rahmen eines sonntäglichen
Gemeindegottesdienstes gefeiert werden. Wir
versuchen auch einmal im Monat einen speziellen
Taufgottesdienst anzubieten, in dem
mehrere Kinder getauft werden. Bei solchen
Gottesdiensten wird die Familienfreundlichkeit
besonders groß geschrieben.
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Zur Vorbereitung auf das
Taufgespräch erhalten Sie im Gemeindebüro auf
Wunsch weiteres Info-Material, wie z.B. diese
Broschüre
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Taufgespräch
Verbindlich melden Sie die Taufe während
des Taufgespräches an. Für die Formalitäten
werden dann folgende Dokumente gebraucht:
- das Stammbuch der Familie,
- die Geburtsurkunde des Täuflings (Bescheinigung
für religiöse Zwecke),
- Patenschein der Patin oder des Paten, als
Nachweis der Mitgliedschaft in einer
christlichen Kirche, falls die Patin bzw.
der Pate ihren ersten Wohnsitz nicht in
unserer Gemeinde haben.
Für die Eintragung in das Formular der
Taufanmeldung sollten Sie die genauen Namen und
Adressen der künftigen Patinnen bzw. Paten
kennen. Wenn Sie das Anmeldeformular zur Taufe
schon bei der Anmeldung erhalten haben, können
Sie es vor dem Gespräch in Ruhe ausfüllen.
Ansonsten erhalten Sie das Anmeldeformular auch
gerne im Laufe des Taufgespräches. Im Taufgespräch
werden insbesondere folgende Fragen behandelt:
Bedeutung und Ablauf der Taufe, Bedeutung der
Paten, Angebote der Kirchengemeinde, Gestaltung
des Gottesdienstes, Fotografieren in der Kirche,
empfohlene Projekte für die Kollekte.
Für viele Familien ist das Taufgespräch ein
guter Anlass, sich in Ruhe kennen zu lernen und
persönliche Fragen zu klären. Auch allgemeine
Glaubensfragen und kritische Gedanken haben hier
ihren Raum. Zu diesem Treffen sind die Eltern,
aber auch die künftigen Paten eingeladen. Das
Taufgespräch kann bei uns im Pfarramt oder bei
Ihnen zu Hause stattfinden. Niemand erwartet von
Ihnen, dass Sie mit allem, was die Kirche macht,
übereinstimmen. Außerdem tut es gut, kritische
Themen schon vor der Taufe zu besprechen, um
unbelastet in die Tauffeier zu gehen. Ein
interessantes Gespräch kann auch entstehen, wenn
Sie darüber reden, was die Eltern, Patinnen und
Paten bei der Taufe versprechen und wie eine
christliche Erziehung heute aussehen kann.
Im Blick auf die Lieder, die Musik, die Fürbitten
und die Taufkerze sind Sie eingeladen, die Feier
mitzugestalten. Falls Sie bereits eine Idee für
einen Taufspruch haben, teilen Sie ihn bitte während
des Gespräches mit. Ansonsten hilft Ihnen der
Pfarrer auch gerne, einen passenden Spruch für
Ihr Kind zu finden.
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Viele Fragen rund um das
Patenamt beantwortet eine FAQ der Kirchengemeinde Bischofsheim
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Patenschaft
Genauso
wie die Eltern versprechen auch die Patinnen und
Paten bei der Taufe, das Kind auf seinem Weg zum
Glauben zu begleiten und ihm, unterstützt von
der Gemeinde, christliche Werte und Traditionen
zu vermitteln. Sie fördern die religiöse
Entwicklung des Patenkindes, indem sie es
beispielsweise am Tauftag besuchen und von ihren
christlichen Erfahrungen erzählen, wenn es sie
daraufhin befragt. Für das Kind soll der Pate
ein Gesprächspartner sein, der es während des
Heranwachsens begleitet.
Hieraus ergibt sich, dass als Patinnen bzw.
Paten nur Angehörige einer christlichen Kirche
in Frage kommen. Die formalen Voraussetzungen für
das Patenamt stehen in der Lebensordnung der EKHN:
"Paten sollen
konfirmierte Glieder der Kirche sein. Bei
auswärtigen Paten wird dies durch einen
Patenschein des zuständigen Pfarrers
nachgewiesen. Angehörige einer anderen
christlichen Kirche können vom
Konfirmationsalter an als Pate zugelassen
werden. Anstelle des Patenscheines ist eine
Bescheinigung über ihre Kirchenzugehörigkeit
vorzulegen.
Wer keiner
christlichen Kirche angehört, Mitglied einer
Sekte bzw. nichtchristlichen Gemeinschaft ist
oder wer das Patenrecht nach der kirchlichen
Ordnung verloren hat, [...] kann nicht Pate
sein."
Die zulässigen Kirchen, denen ein Pate für
ein evangelisches Kind angehören kann, sind
Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Christlicher
Kirchen (ACK).
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Viele weitere
Taufsprüche aus der Bibel finden Sie bei www.taufspruch.de
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Taufspruch
Ein besonderer Teil der Taufvorbereitung ist es,
für das eigene Kind einen Taufspruch auszuwählen.
Dieser kann zu einem geistlichen Motto für das
ganze Leben werden. Die Bibelverse, die als
Taufspruch in Frage kommen, handeln meist von
ganz zentralen Themen: von der Liebe Gottes, von
Frieden und Gerechtigkeit und von der Hoffnung,
die wir aus dem Glauben schöpfen. Der Taufspruch
steht auf der Taufurkunde, auf den Patenurkunden
und in den Kirchenbüchern.
Hier einige der beliebtesten Taufsprüche im
Wortlaut der Gute Nachricht Bibel:
- Psalm 27,1
- Der Herr ist mein Licht, er befreit mich
und hilft mir; darum habe ich keine Angst.
Bei ihm bin ich sicher wie in einer Burg;
darum zittere ich vor niemand.
- Psalm 37,5
- Überlass dem Herrn die Führung in
deinem Leben; vertrau doch auf ihn, er
macht es richtig!
-
- Psalm 91,11-12
- Gott hat seinen Engeln befohlen, dich zu
beschützen, wohin du auch gehst. Sie
werden dich auf Händen tragen, damit du
nicht über Steine stolperst.
-
- Psalm 139,5
- Von allen Seiten umgibst du mich, ich bin
ganz in deiner Hand.
-
- Jesaja, 43,1
- Jetzt aber sagt der Herr, der dich ins
Leben gerufen hat, Volk Israel, du
Nachkommenschaft Jakobs: Fürchte dich
nicht, ich habe dich befreit! Ich habe
dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst
mir!
-
- Jesaja 54,10
- Berge mögen von ihrer Stelle weichen und
Hügel wanken, aber meine Liebe zu dir
kann durch nichts erschüttert werden und
meine Friedenszusage wird niemals hinfällig.
Das sage ich, der Herr, der dich liebt.
-
- Matthäus 7,7
- Bittet und ihr werdet bekommen! Sucht und
ihr werdet finden! Klopft an und es wird
euch geöffnet!
-
- Johannes 8,12
- Jesus sagt: Ich bin das Licht für die
Welt. Wer mir folgt, tappt nicht mehr im
Dunkeln, sondern hat das Licht und mit
ihm das Leben.
-
- Römer 12,12
- Seid fröhlich als Menschen der Hoffnung,
bleibt standhaft in aller Bedrängnis,
lasst nicht nach im Gebet.
-
- 1.Johannes 4,16
- Wir jedenfalls haben erkannt und halten
im Glauben daran fest, dass Gott uns
liebt. Gott ist Liebe. Wer in der Liebe
lebt, lebt in Gott und Gott lebt in ihm.
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 Ideen zur Gestaltung der Taufkerze gibt
es z.B. bei der Klosterkirche
Lippoldsberg
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Taufkerze
Das Licht ist ein uraltes Symbol
für Christus selbst. Die Taufkerze wird nach der
Taufhandlung von einem der Paten an der
Osterkerze entzündet. Sie kann auch die gleichen
Symbole tragen, wie die Osterkerze. Dies ist
jedoch keine Pflicht. Wählen Sie eine Taufkerze,
deren Gestaltung Ihnen besonders zusagt. Es ist
ein schöner Brauch, wenn die Paten die Taufkerze
schenken. Eine fertige Taufkerze kann in
christlichen Buchhandlungen, in gut sortierten
Kaufhäusern oder auch bei uns im Gemeindebüro
besorgt werden. Es gibt auch Werkstätten, die Ihnen eine
individuell gestaltete Taufkerze anfertigen. Als
Taufkerze kann auch eine einfache Kerze dienen,
die mit Wachsplatten oder vorgefertigten Symbolen
und Buchstaben aus Klebewachs zu einem besonderen
Unikat wird. Die hierzu erforderlichen Utensilien
erhalten Sie in Bastelgeschäften. Bei der
Gestaltung der Taufkerze können dann auch
Cousins oder Geschwisterkinder mithelfen.
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Stand:
Feb 11
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